Die drei Phasen des Bausparvertrags: Warum frühzeitige Planung wichtig ist

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In diesem Blog möchte ich mich ausführlicher mit dem Thema Bausparen auseinandersetzen und dabei sowohl fachliche Aspekte als auch meine persönlichen Erfahrungen aus der Praxis einbringen.

Um das Thema übersichtlich und verständlich darzustellen, werde ich die einzelnen Bereiche in mehreren Beiträgen behandeln. Zunächst geht es um die Ansparphase eines Bausparvertrages. In einem weiteren Beitrag werde ich die Zwischenfinanzierung näher erläutern und anschließend auf die Tilgungsphase eingehen.

Damit möchte ich die drei wesentlichen Phasen eines Bausparvertrages Schritt für Schritt betrachten und dabei auch auf Punkte eingehen, die aus meiner Sicht bei der Planung und Finanzierung besonders wichtig sind.

Heute geht es also um die Ansparphase.

Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass die Bausparsumme (BSS) nicht zu hoch gewählt werden sollte.

Sie sollte meiner Meinung nach so bemessen sein, dass man mit seinen finanziellen Möglichkeiten ungefähr 30 bis 50 Prozent der Bausparsumme innerhalb von rund zehn Jahren ansparen kann. Der genaue Anteil hängt natürlich vom jeweiligen Tarif ab.

Wichtig ist dabei auch schon die Zeit nach der Ansparphase.

Denn wenn der Bausparvertrag später in eine Finanzierung eingebaut werden soll, muss die monatliche Belastung weiterhin gut tragbar sein.

Man sollte deshalb nicht nur auf die Sparrate schauen, sondern sich überlegen, welche monatlichen Belastungen später zusammenkommen. Dazu gehören zum Beispiel:

  • die Tilgung des Bauspardarlehens,
  • der laufende Beitrag für den Bausparvertrag,
  • Zins und Tilgung einer weiteren Finanzierung,
  • gegebenenfalls eine zusätzliche Ansparung,
  • sowie natürlich die normalen Lebenshaltungskosten.

Eine zusätzliche Ansparung kann durchaus notwendig sein. Nach meiner Erfahrung sind viele Bausparverträge zu dem Zeitpunkt, an dem ein Haus oder eine Wohnung finanziert werden soll, noch gar nicht zuteilungsreif.

Deshalb sollte man die Bausparsumme meiner Meinung nach nicht nach dem Motto „so viel wie möglich“ wählen.

Viel sinnvoller ist der Grundsatz:

„So viel, wie dauerhaft finanzierbar ist.“

Bei Abschluss des Bausparvertrags sollte man sich immer einen Anspar- und Tilgungsplan berechnen lassen. Daraus ist ersichtlich:

  • wie hoch die Abschlussgebühr ist,
  • wie gering die Ansparzinsen ausfallen können,
  • welche laufenden Gebühren anfallen,
  • und wie hoch die monatliche Tilgungsrate später ist.

Anhand dieses Plans lässt sich die spätere Belastung besser einschätzen. Zur monatlichen Tilgung des Bauspardarlehens müssen zusätzlich die Zinsen für das Bauspardarlehen sowie die Kosten einer möglichen weiteren Finanzierung berücksichtigt werden.

Wichtig im Blick zu behalten:

Eine passende Bausparsumme muss sowohl in der Ansparphase als auch in der späteren Finanzierung dauerhaft tragbar bleiben. Da sich die Abschlussgebühr prozentual an der Bausparsumme bemisst, sollte der Vertrag nicht künstlich aufgebläht werden. Die Höhe der Bausparsumme muss exakt zum tatsächlichen Finanzierungsbedarf und den finanziellen Spielräumen passen.

Disclaimer Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und Orientierung. Er ersetzt keine individuelle Finanzierungsberatung, die auf die persönliche Situation und konkrete Tarife abgestimmt ist.

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